Vorstand

Der Vorstand des Bezirksjugendrings Oberbayern besteht aus dem Vorsitzenden Andre Gersdorf, seiner Stellvertreterin Daniela Weber, sowie fünf weiteren Mitgliedern. Alle sieben Mitglieder wurden vom Ausschuss des Bezirksjugendrings für zwei Jahre gewählt und arbeiten rein ehrenamtlich.

Vorstand


Der Vorstand stellt sich vor:

Andre_zugeschnittenAndre Gersdorf aus Pfaffenhofen

Vorsitzender des Bezirksjugendrings Oberbayern

Jugendfeuerwehr Bayern im LFV Bayern e.V. , KJR Pfaffenhofen

Vor acht Jahren begann Andre Gersdorfs Karriere in der Jugendarbeit: Nach langjähriger Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr Reichertshausen übernahm er dort das Amt des 1. Jugendwarts und hatte es bis März 2013 inne. Im Hinblick auf seine Vorstandstätigkeit beim Bezirksjugendring gab er es nun in jüngere Hände, bleibt der Wehr aber als stellvertretender Jugendwart erhalten. Andre Gersdorf ist seit sieben Jahren Beisitzer im Vorstand des Kreisjugendrings Pfaffenhofen und seit eineinhalb Jahren im Vorstand des Bezirksjugendrings tätig. Nun wurde der hauptberufliche Fachinformatiker erstmals zu dessen Vorsitzenden gewählt. Er tritt die Nachfolge von Anna Fischer an.

Zwei Punkte stehen für Andre Gersdorf groß über der kommenden Legislaturperiode. Einmal die Fortschreibung des Oberbayerischen Kinder- und Jugendprogramms, das unter anderem strategische und politische Forderungen der ehrenamtlichen Jugendarbeit in Oberbayern beinhaltet. Zuletzt wurde dieses wegweisende Papier 2003 überarbeitet, entsprechend kommt jede Menge bedeutsamer Arbeit auf den neuen Vorstand zu. „Wir legen fest, wo es mit der Jugendarbeit hingehen wird, und das nicht nur für die nächsten beiden Jahre“, so Gersdorf. Das andere Thema, auf das er besonderes Augenmerk legen möchte, ist die Kommunikation innerhalb der Gliederungen des Bezirksjugendrings. „An sich funktioniert sie wunderbar“, stellt er klar. Allein das „Wie?“ sei verbesserungsbedürftig. Als IT-Fachmann springe ihm das Thema naturgemäß ins Auge: „In der sozialen Arbeit sind die Kommunikationswege technisch ausbaufähig“, weiß er. „Das wird sich aber ändern.“ Obwohl er ab sofort vor allem jugendpolitisch tätig sein wird, glaubt er nicht, dass er den Bezug zur Basis verliert. „Ich bleibe ja bei der Feuerwehr und habe daher regelmäßig mit Kindern und Jugendlichen zu tun.“ Am besten gefalle ihm an der Jugendarbeit das direkte Feedback. „Es gibt nichts ehrlicheres als Kinder.“ Dass seine Amtszeit als Bezirksjugendrings-Vorsitzender in eine gute Zeit für das Ehrenamt fällt, freut ihn: „Gemessen am Personalstand bei uns in der Feuerwehr, hat das Ehrenamt in den vergangenen fünf Jahren einen echten Aufschwung erlebt. “


Daniela Weber_webDaniela Weber aus Schongau

Stellvertretende Vorsitzende des Bezirksjugendrings Oberbayern

Bayerische Sportjugend im BLSV e.V. im Kreis Weilheim-Schongau

Hauptberuflich als Religionslehrerin im Dienst der katholischen Kirche, stellt Daniela Weber ihre Freizeit seit 13 Jahren in den Dienst des Sports und der Jugendarbeit. Die aktive Faustballerin beim TV Neugablonz tritt mit ihrer Mannschaft in der Landesliga Süd an. Als stellvertretende Vorsitzende der Bayerischen Sportjugend ist sie beim Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) im Landkreis Weilheim-Schongau aktiv, ebenso als Beisitzerin im Bezirks-Vorstand.

Ihre ersten beiden Jahre im Vorstand des Bezirksjugendrings leistete Daniela Weber im Finanzausschuss ihren Anteil dazu, dass Jugendgruppen außer der üblichen Grundförderung auch Zuschüsse für Projekte oder Veranstaltungen bekamen. Weil ihr das Thema wichtig ist, bleibt sie auch weiterhin im Finanzausschuss tätig. „Als ich vor zwei Jahren erstmals in den Vorstand gewählt wurde, hatte ich nur wenig Ahnung von der Vorstandsarbeit im Bezirksjugendring“, blickt die Schongauerin zurück. Sie habe sich mittlerweile aber gut eingefunden und möchte sich in ihrer zweiten Amtszeit hauptsächlich auf zwei Projekte konzentrieren. Einmal die angemessene Verteilung von Zuschüssen für Jugendarbeit und zum anderen die erste Überarbeitung des oberbayerischen Kinder- und Jugendprogramms seit 2003. Triebfeder für ihr ehrenamtliches Engagement in der Jugendpolitik sei die Begeisterung, die Kinder und Jugendliche zum Beispiel bei Aktionstagen oder bei Veranstaltungen an den Tag legten. „Es stimmt überhaupt nicht, dass Jugendliche keine Lust auf Mitmachen haben“, sagt sie aus Erfahrung. Daniela Weber erinnert sich etwa an die Begeisterung der Teilnehmenden einer Ortsrallye, die sie für den Sportverein mitorganisiert hat. Sie hält generell nicht viel von gängigen Vorwürfen in Richtung Jugend, zum Beispiel, dass sie sich nicht mehr engagieren möchten. „Es gibt zwar von Sparte zu Sparte immer wieder Schwankungen, was die Mitgliederzahl angeht.“ Dennoch seien viele Jugendliche sportlich aktiv. Auch, was den Wunsch angeht, JugendleiterIn zu werden, gebe es genug Interessenten, um dem Thema „Ehrenamt“ eine gute Zukunft voraussagen zu können: „Pro Jahr bietet der BLSV vier Übungsleiterausbildungen für jeweils 25 Leute an – die Plätze sind immer ausgebucht“, freut sie sich. Es gebe sogar eine umfangreiche Warteliste.


Magnus Schwarzensteiner_webMagnus Schwarzensteiner aus Murnau

Vorstandsmitglied

Jugendrotkreuz Bayern

Seine ehrenamtliche Karriere beim Jugendrotkreuz führte ihn bis in die höchsten Ebenen der Organisation: Magnus Schwarzensteiner kam über eine Jugendfreizeit in der Slowakei 2008 zum Münchner Jugendrotkreuz, wurde dann Jugendleiter und kam als solcher in den oberbayerischen Bezirksausschuss. Das Gremium entsandte ihn als Delegierten in die Landesversammlung und von dort führte sein Weg in die Bundeskonferenz. Er besitzt zudem die Jugendleitercard und engagiert sich für den KJR Garmisch-Partenkirchen – zum Beispiel bringt er bei Zirkusworkshops Kindern das Jonglieren bei. Während er im Sommer sein Geld als Tauchlehrer und im Winter als Skilehrer verdient, verbringt er einen Großteil seiner Freizeit mit der Ausübung ehrenamtlicher Tätigkeiten. „Nebenbei“ geht er noch auf die Fachoberschule Weilheim, um über den technischen Zweig zur fachgebundenen Hochschulreife zu gelangen.

Als willkommene Gelegenheit, mehr über die Strukturen in der organisierten Jugendarbeit in Bayern zu lernen, begreift Magnus Schwarzensteiner sein neues Amt als Vorstandsmitglied des Bezirksjugendrings. „Ich gehe im Vorfeld sozusagen mit geschlossenen Augen an die Sache heran und schau’ mir das Ganze neugierig an, wenn ich da bin.“ Dass er vorbehaltlos an die Sache herangeht und sich auch vor den unbekannten Teilen der Strukturen „dort oben“ nicht schrecken lässt, liegt an seinem aufrichtigen Interesse am Aufbau von Jugend-Verbänden. Die ist bei ihm sozusagen familiär bedingt: Sein Vater ist Vorsitzender des Garmisch-Partenkirchener Kreisjugendrings; entsprechend konnte Schwarzensteiner junior sozusagen in die Thematik hineinwachsen. An der Mitarbeit im Bezirksjugendring reizt ihn jedoch weit mehr als nur strukturelle Einblicke. „Ich möchte auch verschiedene Vereine und Verbände besser kennenlernen“, sagt er und weist darauf hin, dass er diesbezüglich bereits einiges in Erfahrung bringen konnte. „Es zeigt sich immer wieder, dass verschiedene Vereine und Verbände mit den selben Problemen zu kämpfen haben, sie aber auf verschiedene Art und Weise lösen müssen.“ Er spielt dabei auf die hohen Belastungen von Schülern in Zeiten verkürzter Ausbildungen und dadurch gut gefüllter Stundenpläne an. „Es ist oft schwierig, Jugendliche zu finden, die die Zeit haben, sich ehrenamtlich zu engagieren.“


Bernd Rohrbach aus Traunstein

Vorstandsmitglied

Diakon in der evangelische Jugend

Erst seit verhältnismäßig kurzer Zeit hat Diakon Bernd Rohrbach seinen Posten als Geschäftsführer der Dekanatsjugendstelle in Traunstein inne. Er trat 2012 die Nachfolge von Diakon Edmund Niederlöhner an, der die Stelle 37 Jahre lang bekleidete. Entsprechend ist Rohrbachs Arbeit vor Ort noch im fortgeschrittenen Anfangsstadium; er füllt große Fußstapfen. Eine angemessene Aufgabe den 38-Jährigen, dessen Naturell ihm einen einfachen, bequemen Weg ohnehin meistens verdächtig erscheinen lässt. Diesem Prinzip treu, wählte er während seiner Ausbildung zum Diakon einen kleinen Umweg über die Erlebnispädagogik; er leitete Outdoor-Projekte von der Kanufreizeit bis zum Klettertrip. Mit dem Wissen, es theoretisch auch auf dem freien Markt schaffen zu können, ging er beruhigt ins letzte Jahr der Diakon-Ausbildung. Bevor ihn sein Weg 2012 wieder in Sichtweite der Berge führte, arbeitete der in Wasserburg am Inn geborene Rohrbach nach der sechsjährigen Ausbildung in Rummelsberg fünf Jahre lang in der mittelfränkischen Kirchengemeinde Roßtal. Zum Ehrenamt kam er kurz nach der Konfirmation – dass sich sein Engagement zum Beruf wandeln würde, wollte er eigentlich nicht. Mit der Erkenntnis, dass er, wenn er seiner Leidenschaft auch beruflich folgen würde, mehr Zeit dafür haben, und er lieber seiner Berufung als einem technischen Beruf folgen wolle, legte er seinen Wunsch, Ingenieur zu werden, nach dem Zivildienst ad acta. 2014 folgte er Ilona Schumachers im BezJR-Vorstand nach.
Der gängigen These, dass der Jugend die Zukunft gehört, widerspricht Bernd Rohrbach. „Jugend ist vor allem ein Teil der Gegenwart“, sagt er bestimmt und leitet davon konsequenterweise aktuellere Bedürfnisse ab. „Ich finde wichtig, dass Jugendliche als gleichberechtigtes Gegenüber wahrgenommen werden“, so Rohrbach, dessen erklärtes Ziel als BezJR-Vorstandsmitglied es ist, der Jugendarbeit einen festeren Stand zu geben. „In meiner Erfahrung blickt man auf ehrenamtlich engagierte Jugendliche oft etwas gönnerhaft, frei nach dem Motto: Wenn du brav fragst, dann bekommst du schon auch ein Taschengeld.“ Das könne nicht sein. „Jugend braucht eine starke Lobby und Ressourcen – und nicht Kopfgetätschel.“ Der Bezirksjugendring sei die Schnittstelle zwischen Politik und Jugendarbeit, so Rohrbach. „Entsprechend bin ich auch kein großer Fan davon, Stellen von unten nach oben zu kürzen.“ Nach über 20 Jahren in der Jugendarbeit weiß er, dass es unheimlich wichtig ist, dass Jugendliche vor Ort Ansprechpartner haben, die einen kurzen Draht „nach oben“ haben – um schnell helfen zu können. „Etwa, um politisch zu verhandeln oder, um Kontakte herzustellen.“ Deswegen sei auch der Ausbau der Vernetzung zwischen Verbänden, Vereinen, Kreisjugendringen und dem Bezirksjugendring eins seiner Anliegen.


Georg_zugeschnittenGeorg Schmid aus Surberg-Ettendorf

Vorstandsmitglied

KJR Traunstein, Bayerische Sportjugend im BLSV e.V. Kreis Traunstein

Als Pensionist hat man bekanntlich keine Zeit. Als Polizeibeamter im Ruhestand nimmt sich Georg Schmid aber die Zeit, sich für die Belange der Jugendarbeit einzusetzen. Der ehemalige Polizeibeamte, der zuletzt im Polizeipräsidium Oberbayern Süd eingesetzt war, engagiert sich bei der Bayerischen Sportjugend auf Landes-, Bezirks- und Kreisebene. Er ist seit 15 Jahren in der Vorstandschaft des Kreisjugendrings Traunstein aktiv, zur Zeit als zweiter Vorsitzender. Im Gemeinderat seiner Heimatgemeinde Surberg ist er Jugendbeauftragter. Seit zwölf Jahren ist er im Kinder- und Jugendhilfeausschuss des Landkreises Traunstein tätig.

Im neugewählten Vorstand des Bezirksjugendrings ist Georg Schmid ein „alter Hase“ und bekleidete in der vergangenen Legislaturperiode das Amt des zweiten Vorsitzenden, worin ihm nun Ilona Schuhmacher nachfolgte. Zwei Jahre bleibt Schmid dem Bezirksjugendring auf jeden Fall noch erhalten, wie er sagt. Es gibt auch noch viel zu tun, findet er. „Mein Ziel ist eine flächendeckende, angemessene personelle und finanzielle Ausstattung der Kreisjugendringe“, so Schmid. „Politiker zeigen sich gern mit dem Ehrenamt. Wenn es aber ums Geld geht, halten sie sich meist zurück“, so seine Erfahrung. Sein Ziel im Vorstand des Bezirksjugendrings sei erreicht, wenn bei den zuständigen Ämtern ein Selbstverständnis für die Anforderungen der Kreisjugendringe etabliert sei. Von den Jugendringen fordert Schmid mehr Willen zur Jugendpolitik. „Zum Beispiel müssten viel mehr Jugendparlamente verwirklicht werden“, findet er. Überhaupt sei ihm die Jugend ein bisschen zu zahm. „Als alter Achtundsechziger fände ich es schön, wenn die Jugendlichen ein bisschen aufsässiger und kritischer wären.“ Im Vergleich zu früher gingen junge Leute heute sehr zielorientiert ans Leben heran. „Es würde nichts schaden, wenn sie zum Beispiel während des Studiums mal die Koffer in die Hand nehmen würden und sich in der Welt umschauen.“ Dafür bliebe heute allerdings wenig Zeit, ist Schmid bewusst. „Die heutige Jugend ist aber nicht schlechter als früher.“ Man könne sie jederzeit fürs Ehrenamt mobilisieren. „Sie sind begeistert, wenn sie etwas bewegen können“, sagt Schmid aus Erfahrung.

 


Iris Mesko_PortraitIris Mesko aus München

Vorstandsmitglied

Naturjugend im Landesbund für Vogelschutz

In die Jugendarbeit stieg sie 2007 als Naturkindergruppenleiterin für die Naturjugend im Landesbund für Vogelschutz ein. Mit ihrer ersten Naturkindergruppe „Bären und Schmetterlinge“ erforschte sie die Natur im Englischen Garten. Nach einem 2-jährigen Auslandsaufenthalt für die Entwicklungszusammenarbeit in Ägypten übernahm sie die Naturkindergruppe „Stadtwölfe aus Riem“, um die neu erbaute Stadt am ehemaligen Flughafen mit Ihrer Naturkindergruppe zu entdecken. Kurz danach übernahm sie noch die Flüchtlingskindergruppe „Löwen aus Pasing“, mit denen sie außerdem mehrere Freizeiten verwirklichte. 2013 übernahm sie zudem das Amt der Bezirksgruppenleiterin für Oberbayern um für weitere Naturkindergruppenleiter/innen Fortbildungsseminare zu organisieren.

Hauptberuflich arbeitet sie als beeidigte Übersetzerin und Dolmetscherin und absolviert gerade ihre Ausbildung zur Heilpraktikerin.

Sie ist davon überzeugt, dass jeder von uns schon mit einem kleinen Einsatz unsere Umwelt verbessern kann, z. B. am Ferienstrand 3 Tage lang alles zu sammeln, was aus Plastik herumliegt oder im Wasser schwebt um daraufhin 14 Tage lang einen umweltfreundlichen Strand zu genießen.

Sie möchte sich besonders bei der Planung der Jugendarbeit für Flüchtlingskinder und Jugendliche einsetzen sowie die internationale Zusammenarbeit, Vernetzung und Projektarbeit im Bereich des Naturschutzes mit Ihren Auslandserfahrungen und Sprachkenntnissen unterstützen.

„Die Jugend braucht jemanden, der Ihnen hilft ihre eigenen Träume zu verwirklichen.“ Der BezJR bietet zudem die Möglichkeit einer regionalen und interdisziplinären Vernetzung zwischen verschiedenen Verbänden und Jugendringen. Das steigert die Chancen eine gute Idee verwirklichen zu können.


 

_25A6515Daniel Müller aus Weilheim

Vorstandsmitglied

Freie Persönlichkeit

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