
Die aus Israel stammende Betzavta-Methode („Miteinander“) des Adam Institute ist ein partizipativer Ansatz zur Demokratiebildung, der weltweit in Bildungs- und Jugendprojekten erfolgreich eingesetzt wird.
Das Ziel:
Demokratische Werte nicht nur kognitiv zu vermitteln, sondern in erlebbaren Prozessen zu verankern.
Wege zum Ziel:
Interaktive Aktivitäten, Reflexionsphasen und gemeinschaftliche Entscheidungsprozesse.
Zentrales Prinzip:
Alle Teilnehmenden sind gleichberechtigt und bringen eigene Perspektiven sowie Interessen ein. Die prinzipielle Anerkennung des gleichen Rechts auf Freiheit aller Individuen und (Sub)Gruppen steht dabei im Mittelpunkt. Dabei werden demokratische Prinzipien wie Mehrheitsentscheidungen, Konsensfindung, Fairness und Gerechtigkeit praktisch erprobt. Konflikte werden nicht als störende Elemente betrachtet, sondern als Lerngelegenheiten genutzt, um gesellschaftliche Aushandlungsprozesse zu verstehen und aktiv mitzugestalten.
Betzavta – Workshops
- Förderung von Soft Skills: Die Teilnehmenden entwickeln kommunikative und soziale Kompetenzen wie Empathie, Teamfähigkeit und Verhandlungsgeschick.
- Stärkung der Konfliktfähigkeit: Durch demokratische Entscheidungsprozesse und erlebte Konfliktlösungen lernen die Teilnehmenden, Spannungen konstruktiv zu bewältigen.
- Reduktion von Mobbing und Ausgrenzung: Die Förderung von Respekt und Perspektivenwechsel wirkt präventiv gegen Diskriminierung und stärkt den sozialen Zusammenhalt.
- Stärkung des Selbstwirksamkeitsgefühls: Eine partizipative und wertschätzende Lernumgebung fördert das Wohlbefinden und steigert das Selbstwertgefühl der Teilnehmenden.
- Stärkung der Demokratie: Die praktizierte Demokratieerfahrung führt zu einem stärkeren Bewusstsein für demokratische Prozesse und gesellschaftliche Teilhabe
Das Betzavta Netzwerk „Everyday Democracy – Demokratie erleben mit der Betzavta-Methode des Adam Instituts“ besteht in erster Linie aus einem Ausbildungslehrgang, der 2023/2024 mit Fördergeldern des Bayerischen Jugendrings im Rahmen eines Demographie und Partizipation Projekts stattgefunden hat. Die Trainer*innen sind miteinander im Austausch und koordinieren angefragte Projekte/Workshops untereinander. Jedes Angebot wird generell mit zwei Trainer*innen durchgeführt.
Sie treffen sich regelmäßig zur gemeinsamen Reflexion und nehmen bei Bedarf an Supervisionen teil.
Ein-Tages-Workshop
Kurzworkshop, Einstieg in Demokratiebildung oder Beginn einer Auseinandersetzung mit einem selbstgewählten Thema
Dauer: mind. 3 Stunden
Blockworkshop
Grundlagen Demokratiebildung, Raum für Reflexion, Gruppendynamische Prozesse
Dauer: 2–3 Tage
Längerfristige Prozessbegleitung
Bedarfsorientierte Begleitung über mehrere Termine
Pro Termin: mind. 3 Stunden + 1 Stunde Begleitung zwischen den Terminen
Caro Eberl (Fachbereich Jugendkultur, Fachstelle für Inklusion, Themenbereich Diversität und Politische Bildung)
Telefon: 089. 54 70 84 30
Mobil: 0176 48 99 44 85
caro.eberl@jugend-oberbayern.de
Mona Harangozó (Fachbereich Vernetzte Jugendarbeit, Themenbereich Diversität und Politische Bildung)
Telefon: 089. 54 70 84 55
Mobil: 0155 60 51 65 27

