Fachstelle für Diversität und politische Bildung: Durchgeführte Projekte und nachhaltige Erfolge (2020–2025)

Flyer und regenbogenfarbene Legofiguren sind zu sehen.Der Bezirksjugendring Oberbayern hat mit dem Projekt „Bunt ist Kult“ (01.10.2020 bis 30.11.2025) erfolgreich eine Fachstelle für Diversität und politische Bildung aufgebaut. Die Initiative reagierte auf den hohen Unterstützungsbedarf vulnerabler Jugendlicher im ländlichen Raum, mit dem zentralen Ziel, Diversity Mainstreaming als Haltung in die Jugendarbeit zu integrieren. Das Projekt erreichte rund 3.100 Teilnehmende.

Es erwies sich als Motor für strukturelle Veränderungen, insbesondere durch die Fokussierung auf die LGBTQAI+ Community, wo die Unterstützungslücke nach unserer Erfahrung am größten war. Die Fachstelle förderte erfolgreich die Selbstorganisation: So konnte die Gruppe „VIDA“ in Landsberg bis zur Vereinsgründung und der Antragsstellung der Mitgliedschaft im Kreisjugendring begleitet werden. Auch weitere Gruppen, wie das „Café Queer“ in Ebersberg, wurden unterstützt. Zudem wurden mit dem Netzwerk „so far – so queer“ stabile „Safer Spaces“ für Multiplikator*innen geschaffen.

Im Bereich politische Partizipation konnte eine vollständige Betzavta-Trainer*innen-Ausbildung realisiert werden. Dies schuf die Grundlage für das nun eigenständig agierende Betzavta-Netzwerk Oberbayern zur nachhaltigen Verankerung demokratischer Methoden.

Im Bereich Inklusion wurde ein Materialverleih für barrierearme Veranstaltungen (mit taktilen Leitsystemen und Rampen) eingerichtet, was die Inklusion im Alltag erleichtert. Den Wissenstransfer sicherte die Fachstelle mit der Veröffentlichung des Handbuchs „Bienchen* und Blümchen* 2.0“, einer diversitätssensiblen Arbeitshilfe, die in der Fachwelt breit aufgenommen wurde sowie dem „ABC Diversität“.

Durch diese konkreten Projekte hat „Bunt ist Kult“ essenzielle, nachhaltige Strukturen geschaffen und die Jugend(verbands)arbeit messbar qualifiziert und sensibilisiert. Die geschaffenen Netzwerke, die Expertise und die Arbeitsmaterialen bleiben als Grundlage für eine inklusivere und gerechtere Gesellschaft erhalten.

 

Nach dem Ende der Projektlaufzeit verabschiedet der Bezirksjugendring Tara Schlenner und wünscht weiterhin viel Erfolg!

Ende November lief die Förderung ohne eine Anschlussfinanzierung aus, somit war das Ende unumgänglich.

 

Wie geht es nun weiter?

Klar ist, dass die Arbeit so nicht weitergehen kann. Dafür fehlen schlicht und einfach die Mittel.

Wichtig ist jedoch, dass das Thema Politische Bildung und auch Diversität weiterhin vom Bezirksjugendring bearbeitet wird.

Deshalb wird gerade an einer Lösung gearbeitet.